- Der unterschiedliche kulturelle Hintergrund führt auch bei der Bewertung von HIV/AIDS zu sehr verschiedenen Ergebnissen. Häufig ist es nicht einmal möglich, sich irgend jemandem, schon gar nicht der eigenen Familie, anzuvertrauen. Zu sehr ist das Thema noch mit Tabus belegt. Die Vorstellung einer jungen Afrikanerin, nicht Mutter sein zu können, ist in ihrer Tragweite von Europäern kaum nachzuvollziehen.
- Zur mehrfachen Diskriminierung und Stigmatisierung durch HIV/AIDS und Hautfarbe (people of colour) sind die afrikanischen MigrantInnen und Flüchtlinge zusätzlich in der sozialen Isolation in einem Land, das nicht ihre Heimat ist. Es fehlt ihnen, oft nicht ganz zu Unrecht, das Vertrauen zu Menschen die Ihre Sprache nicht sprechen und denen sie kein Verständnis für die eigene Kultur zutrauen.
- Wir wollen kein wohlwollendes Mitleid oder gönnerhafte Hilfe, sondern die Möglichkeit, gemeinsam mit gleichen die eigenen Probleme anzupacken.
- Die Zusammenarbeit und Schicksalsgemeinschaft mit Menschen des eigenen oder verwandten Kulturkreises schafft zudem ein wichtiges Gefühl von Heimat in der Fremde.
- Die Betonung der Organisation muss für uns auf der Situation von HIV-infizierten MigrantInnen und Flüchtlingen afrikanischer Herkunft stehen, unabhängig von Geschlecht oder sexueller Orientierung.



